
Kinder und Fellnasen – tierisch beste Freunde
Tierarzt Stuttgart: Wie Hunde und Katzen die Entwicklung von Kindern fördern können
Hunde und Katzen sind für viele Familien weit mehr als beliebte Haustiere. Sie sind Spielgefährten, Kuschelpartner, treue Begleiter und häufig echte Familienmitglieder. Doch ein tierisches Familienmitglied kann noch mehr: Laut einer repräsentativen PURINA-Studie können Hunde und Katzen die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern positiv begleiten.
Gerade Familien in Stuttgart, die über die Anschaffung eines Hundes oder einer Katze nachdenken, sollten dabei nicht nur die Freude am gemeinsamen Leben betrachten. Ein Haustier bedeutet auch Verantwortung, Zeit, artgerechte Haltung und eine langfristige Verpflichtung. Als Tierarzt in Stuttgart beraten wir Familien deshalb gerne zu Fragen rund um Gesundheit, Haltung und das Wohlbefinden ihrer tierischen Familienmitglieder.
Haustiere fördern soziale Kompetenzen
Der Alltag mit einem Hund oder einer Katze bietet Kindern viele Möglichkeiten, Verantwortung und Rücksichtnahme zu lernen. Füttern, Wasser bereitstellen, beim Gassigehen helfen oder die Bedürfnisse des Tieres respektieren – solche Aufgaben können Kindern einen altersgerechten Umgang mit Verantwortung vermitteln.
In der PURINA-Studie beobachten 96 Prozent der befragten Hunde- und Katzenhalter:innen, dass Haustiere einen positiven Einfluss auf das Sozialverhalten ihrer Kinder haben. Besonders Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Geduld werden dabei genannt.
Auch die Selbstständigkeit kann profitieren: 88 Prozent der Befragten nehmen einen positiven Einfluss von Hunden und Katzen auf die Selbstständigkeit ihrer Kinder wahr.
Dabei ist wichtig: Ein Haustier ist kein pädagogisches Hilfsmittel und ersetzt weder familiäre Begleitung noch professionelle Unterstützung. Vielmehr kann das tägliche Zusammenleben mit einem Tier zahlreiche natürliche Lern- und Alltagssituationen schaffen.
Hunde und Katzen können das Selbstbewusstsein stärken
Ein tierischer Begleiter kann Kindern Sicherheit und Vertrautheit vermitteln. Gemeinsames Spielen, Kuscheln, Trainieren oder die Versorgung des Tieres schafft feste Routinen und Erfolgserlebnisse.
89 Prozent der Befragten geben in der PURINA-Studie an, dass das Selbstbewusstsein ihrer Kinder durch das Haustier gestärkt werde – insbesondere im Umgang mit anderen Menschen.
Auch das emotionale Wohlbefinden spielt eine wichtige Rolle. Neun von zehn Befragten beobachten, dass ihre Kinder glücklicher sind, seit ein Haustier zur Familie gehört. 89 Prozent stellen außerdem fest, dass das Tier ihren Kindern hilft, wenn diese sich einsam fühlen.
Tierische Begleiter im Familienalltag
Ob beim Spaziergang im Grünen, beim Spielen zu Hause oder beim gemeinsamen Kuscheln: Hunde und Katzen können Kindern wertvolle gemeinsame Erlebnisse ermöglichen.
Besonders interessant ist dabei der Einfluss auf die Mediennutzung. 68 Prozent der Befragten beobachten, dass sich die Bildschirmzeit ihrer Kinder verringert hat, seit ein Haustier in die Familie eingezogen ist. Gleichzeitig verbringen viele Kinder mehr Zeit im Freien.
Gerade ein Hund kann Familien dazu motivieren, regelmäßig nach draußen zu gehen. Gemeinsame Spaziergänge bieten Bewegung und Beschäftigung – beispielsweise in den zahlreichen Grünanlagen und Naherholungsgebieten rund um Stuttgart.
Haustiere als emotionale Begleiter
Kinder und Jugendliche erleben im Alltag unterschiedliche Herausforderungen. Schulstress, Konflikte mit Gleichaltrigen, Mobbing oder Einsamkeit können emotional belastend sein.
Laut PURINA-Studie fühlen sich mehr als ein Drittel der befragten Kinder oft oder regelmäßig in der Schule überfordert. 74 Prozent der Befragten beobachten, dass ihr Haustier den Kindern dabei helfen kann, mit schulischem Druck umzugehen.
Auch eine stärkere emotionale Ausgeglichenheit wird häufig wahrgenommen: 81 Prozent der Befragten berichten davon. Rund drei Viertel meinen zudem, dass ein Haustier Kindern in schwierigen Lebenssituationen Halt geben kann.
Tiere können Kindern somit Nähe, Vertrautheit und Struktur bieten. Gleichzeitig gilt: Bei anhaltenden psychischen Belastungen, Ängsten oder schulischen Problemen sollte immer professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Ein Haustier kann eine wertvolle Unterstützung sein, ersetzt aber keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Haustierhaltung bedeutet Verantwortung
So schön das Zusammenleben mit Hund oder Katze ist: Die Entscheidung für ein Tier sollte gut überlegt sein. Ein Haustier begleitet eine Familie über viele Jahre und benötigt eine artgerechte Ernährung, ausreichend Bewegung, Beschäftigung, Pflege und regelmäßige tierärztliche Versorgung.
Gerade Kinder können dabei altersgerecht eingebunden werden. Sie können beispielsweise beim Füttern, Bürsten, Spielen oder bei Spaziergängen mithelfen. Die Verantwortung für die Gesundheit und Versorgung des Tieres bleibt jedoch immer bei den Erwachsenen.
Als Tierarzt in Stuttgart ist uns deshalb wichtig, Familien frühzeitig über die Bedürfnisse ihres Tieres zu informieren. Dazu gehören unter anderem Impfungen, Parasitenprophylaxe, Zahngesundheit, Ernährung, Gewichtskontrolle und regelmäßige Gesundheitschecks.
Kinder und Tiere: Gemeinsam fürs Leben lernen
Die Ergebnisse der PURINA-Studie zeigen, wie eng das Zusammenleben von Kindern und Haustieren im Familienalltag sein kann. Hunde und Katzen sind für viele Kinder treue Freunde, Spielgefährten und emotionale Begleiter.
Gleichzeitig sollte die Anschaffung eines Haustieres immer eine bewusste Familienentscheidung sein. Passt das Tier zur Lebenssituation? Haben die Erwachsenen ausreichend Zeit und können sie langfristig für die Versorgung aufkommen? Welche Bedürfnisse hat die jeweilige Tierart oder Rasse?
Eine gute Vorbereitung schafft die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben – und dafür, dass aus Kind und Fellnase tatsächlich tierisch beste Freunde werden.
„Liebe fürs Leben“ – Kinder für den Tierschutz sensibilisieren
Auch die Initiative „Liebe fürs Leben“ setzt sich dafür ein, Kinder frühzeitig mit den Bedürfnissen und der Verantwortung für Haustiere vertraut zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Bund praktizierender Tierärzte bietet PURINA kostenlosen Tierschutzunterricht für Schulkinder an.
Seit der Gründung der Initiative im Jahr 2011 wurden nach Angaben von PURINA bereits mehr als 200.000 Kinder erreicht.
Weitere Informationen zur Initiative finden Sie unter:
Liebe fürs Leben: Kinder & die Heimtierhaltung | PURINA
Quellen und Studienhinweis
Die genannten Zahlen stammen aus einer im Juni 2024 durchgeführten PURINA-Studie. Befragt wurden 1.004 Hunde- oder Katzenhalter:innen in Deutschland, in deren Haushalt mindestens ein Kind unter 18 Jahren lebt. Die Befragung wurde durch The Weber Shandwick Collective durchgeführt.
Wichtig: Die Studienergebnisse beschreiben die Beobachtungen und Einschätzungen der befragten Haustierhalter:innen. Sie stellen keinen medizinischen Nachweis dafür dar, dass Haustiere bei jedem Kind bestimmte Entwicklungs- oder Gesundheitseffekte verursachen.
Ihr Tierarzt in Stuttgart unterstützt Sie gerne bei allen Fragen rund um die Gesundheit Ihres Hundes oder Ihrer Katze – von Vorsorge und Impfungen bis zu Ernährung, Parasitenprophylaxe und altersgerechter Gesundheitsversorgung.
oder lesen Sie hier weiter:
Können sich Hunde an ihre früheren Besitzer erinnern? (tierarztstuttgart.de)
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