Warum wir Hunde oft falsch verstehen

Warum wir Hunde oft falsch verstehen

Warum wir Hunde oft falsch verstehen – neue Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung Wissenswertes vom Tierarzt in Stuttgart Viele Hundehalterinnen und Hundehalter sind überzeugt, ihren Hund genau lesen zu können.

Warum wir Hunde oft falsch verstehen – neue Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung

Wissenswertes vom Tierarzt in Stuttgart

Viele Hundehalterinnen und Hundehalter sind überzeugt, ihren Hund genau lesen zu können. Aktuelle verhaltenswissenschaftliche Studien zeigen jedoch: Menschen interpretieren das Ausdrucksverhalten von Hunden häufig falsch. Statt Körpersprache zu analysieren, verlassen wir uns zu stark auf den äußeren Kontext – ein Umstand, der aus tiermedizinischer und verhaltensbiologischer Sicht problematisch sein kann.

Studie zeigt typische Fehlannahmen

In einer US-amerikanischen Untersuchung wurden Hunde in positiven und belastenden Situationen gefilmt, etwa beim Anblick eines Leckerlis oder bei lauten Alltagsgeräuschen. Die Videos wurden anschließend in anderen Kontexten gezeigt. Das Ergebnis: Testpersonen bewerteten die Emotionen der Hunde fast ausschließlich anhand der Situation – nicht anhand von Mimik, Körperhaltung oder Spannung.

Typische Fehler bei der Deutung von Hundeverhalten:

  • Kontextfehler: „Leckerli = Freude“ – auch wenn der Hund Stresssignale zeigt.
  • Vermenschlichung: Menschliche Gefühle werden auf den Hund projiziert.

Warum das für Hundehalter relevant ist

Aus Sicht eines Tierarztes in Stuttgart sehen wir häufig, dass Stress- und Beschwichtigungssignale übersehen werden. Dazu zählen:

  • Gähnen, Nase lecken, Kopf abwenden
  • angespannte Körperhaltung oder hektisches Hecheln

Bleiben diese Signale unbeachtet, können Angstzustände, Verhaltensprobleme oder sogar Aggressionen entstehen – mit negativen Folgen für Gesundheit und Mensch-Hund-Bindung.

So lernen Sie, Ihren Hund besser zu verstehen

1. Körpersprache bewusst beobachten

Achten Sie auf Haltung, Muskelspannung, Blickrichtung und Rutenstellung – unabhängig von der Situation.

2. Stresssignale ernst nehmen

Subtile Zeichen sind oft erste Hinweise auf Überforderung oder Unwohlsein.

3. Eigene Erwartungen hinterfragen

Fragen Sie sich bewusst, ob Sie gerade interpretieren oder wirklich beobachten.

4. Fachliche Unterstützung nutzen

Eine Beratung beim Tierarzt in Stuttgart oder bei verhaltenstherapeutisch geschultem Fachpersonal kann helfen, Unsicherheiten richtig einzuordnen.

Fazit

Eine gelungene Kommunikation zwischen Mensch und Hund basiert nicht auf Annahmen, sondern auf genauer Beobachtung und Wissen über hündische Körpersprache. Wer lernt, subtile Signale zu erkennen und eigene Projektionen zu vermeiden, stärkt nachhaltig die Beziehung zu seinem Hund – und fördert dessen Wohlbefinden.

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