
Tierarzt Stuttgart – Dr. Andrianaly: Hat Ihr Hund eine Lieblingspfote? Neue Studie überrascht Hundefreunde
Viele Hundebesitzer beobachten es im Alltag: Beim Pfötchengeben, Spielen oder Treppensteigen scheint der Hund immer dieselbe Vorderpfote zu bevorzugen. Doch hat jeder Hund tatsächlich eine Lieblingspfote? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Antwort deutlich komplexer ist als bisher angenommen.
Als Tierarzt Stuttgart – Dr. Andrianaly informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Forschung rund um die Gesundheit und das Verhalten von Hunden.
Haben Hunde eine dominante Pfote?
Ähnlich wie Menschen Rechts- oder Linkshänder sind, wurde lange angenommen, dass Hunde entweder rechts- oder linkspfotig sind. Tatsächlich beobachten viele Halter, dass ihr Vierbeiner beispielsweise beim Pfötchengeben immer dieselbe Pfote anbietet.
Eine aktuelle Studie der Universität Bari zeigt jedoch: Die Pfotenpräferenz eines Hundes hängt stark von der jeweiligen Situation ab. Ein einzelner Alltagstest reicht daher nicht aus, um festzustellen, ob ein Hund tatsächlich rechts- oder linkspfotig ist.
Wie wurde die Studie durchgeführt?
Die Forschenden untersuchten 43 Hunde verschiedener Rassen und entwickelten dafür den sogenannten “Doginburgh Inventory”, angelehnt an den bekannten Edinburgh-Händigkeitstest für Menschen.
Dabei mussten die Hunde verschiedene Aufgaben bewältigen:
- Stabilisieren eines mit Futter gefüllten KONG-Spielzeugs
- Leckerli unter Möbeln hervorholen
- Eine Treppe hinunterlaufen
- Beim Spaziergang eine Bordsteinkante überwinden
Besonders wichtig war den Wissenschaftlern, äußere Einflüsse möglichst auszuschließen. Deshalb wurden die Hunde sowohl zu Hause als auch im Labor untersucht.
Die Ergebnisse überraschen
Die Untersuchung ergab, dass Hunde keineswegs immer dieselbe Pfote bevorzugen.
Die Verteilung sah folgendermaßen aus:
- Rund 21 % der Hunde zeigten keinerlei eindeutige Pfotenpräferenz.
- Etwa 33 % bevorzugten dauerhaft eine Seite.
- Knapp 47 % wechselten ihre bevorzugte Pfote je nach Aufgabe.
Vor allem bei Aufgaben, bei denen Futter eine Rolle spielte, zeigte sich häufiger eine deutliche Seitenpräferenz. Bei normalen Bewegungsabläufen wie Gehen oder Treppensteigen war diese deutlich geringer.
Was verrät die Pfotenpräferenz über den Hund?
Die sogenannte Lateralität beschreibt die funktionelle Bevorzugung einer Körperseite. Sie ist nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Hunden eng mit der Arbeitsweise des Gehirns verbunden.
Frühere Studien deuten darauf hin, dass zwischen der bevorzugten Pfote und bestimmten Persönlichkeitseigenschaften Zusammenhänge bestehen könnten.
Beispielsweise zeigen Untersuchungen Hinweise darauf, dass:
- linkspfotige Hunde im Durchschnitt vorsichtiger und ängstlicher reagieren können,
- rechtspfotige Arbeitshunde teilweise selbstbewusster auftreten,
- Hunde ohne klare Pfotenpräferenz häufiger empfindlich auf Stresssituationen wie Gewitter reagieren.
Wichtig ist jedoch: Diese Zusammenhänge beschreiben statistische Tendenzen und erlauben keine Rückschlüsse auf den einzelnen Hund.
Warum reicht der “Pfötchen-Test” nicht aus?
Viele Hundehalter testen die Lieblingspfote, indem sie ihren Hund mehrmals “Pfötchen geben” lassen. Laut der aktuellen Forschung liefert dieser Test jedoch kein verlässliches Ergebnis.
Die Pfotenwahl verändert sich je nach:
- Aufgabe,
- Motivation,
- Umgebung,
- Trainingssituation,
- emotionalem Zustand.
Erst die Kombination mehrerer standardisierter Tests ermöglicht eine aussagekräftige Einschätzung.
Was bedeutet das für Hundebesitzer?
Die neue Studie zeigt vor allem, wie individuell Hunde denken und handeln. Das Verhalten eines Hundes lässt sich selten auf einfache Schwarz-Weiß-Kategorien reduzieren.
Wer Veränderungen im Bewegungsablauf oder Verhalten seines Hundes bemerkt, sollte diese jedoch ernst nehmen. Nutzt ein Hund plötzlich dauerhaft nur noch eine Vorderpfote oder vermeidet bestimmte Bewegungen, kann dies auf Schmerzen, Gelenkprobleme oder neurologische Erkrankungen hinweisen und sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Tierarzt Stuttgart – Dr. Andrianaly: Ihr Ansprechpartner für Verhalten und Gesundheit Ihres Hundes
Nicht jede auffällige Bewegung ist harmlos. Veränderungen beim Laufen, Treppensteigen oder Spielen können erste Hinweise auf orthopädische oder neurologische Erkrankungen sein.
In unserer Praxis Tierarzt Stuttgart – Dr. Andrianaly nehmen wir uns Zeit für eine gründliche Untersuchung Ihres Hundes. Neben der allgemeinen Gesundheitsvorsorge beraten wir Sie auch bei Fragen zum Verhalten, zur Entwicklung sowie zu möglichen Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Eine frühzeitige Diagnose hilft häufig dabei, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität Ihres Vierbeiners langfristig zu erhalten.
Fazit
Ob Rechts- oder Linkspfötler – Hunde sind deutlich vielseitiger als bisher angenommen. Die aktuelle Forschung zeigt, dass die Pfotenpräferenz situationsabhängig ist und sich nicht durch einen einzelnen Alltagstest bestimmen lässt.
Für Hundebesitzer bedeutet das: Beobachten Sie Ihren Vierbeiner aufmerksam, ziehen Sie jedoch keine vorschnellen Schlüsse aus einzelnen Verhaltensweisen. Bei Unsicherheiten oder Veränderungen steht Ihnen Tierarzt Stuttgart – Dr. Andrianaly mit fachkundiger Beratung und moderner Diagnostik zur Seite.
Weiterführende Links:
Pfotenpflege beim Hund: Darauf sollten Sie achten! | LILA LOVES IT (lila-loves-it.com)
oder lesen Sie hier weiter:
Hunde-Eis selber machen: 4 einfache Rezepte (tierarztstuttgart.de)
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