
Das machen Katzen wirklich, wenn sie das Haus verlassen
Wer eine Freigängerkatze besitzt, kennt das Gefühl: Die Tür geht auf, die Katze verschwindet – manchmal für Stunden, manchmal sogar über Nacht. Doch was machen Katzen eigentlich draußen? Streifen sie kilometerweit durch die Nachbarschaft, jagen sie Abenteuer oder verteidigen sie große Reviere? Eine spannende Studie aus Norwegen liefert jetzt überraschende Antworten.
Gerade für Katzenhalter in Stuttgart ist dieses Thema besonders interessant. Denn auch in urbanen Wohngebieten wie Stuttgart-West, Degerloch oder Vaihingen fragen sich viele Tierbesitzer, wie weit sich ihre Samtpfoten wirklich von Zuhause entfernen. Die Experten von „Dr. Andrianaly – die Tierarzt Praxis in Stuttgart“ erklären, was die Forschung herausgefunden hat und was das für Katzenhalter bedeutet.
Norwegische Forscher verfolgten 92 Hauskatzen mit GPS
Im Jahr 2022 untersuchten Wissenschaftler der Universität für Umwelt- und Biowissenschaften im norwegischen Ås das Verhalten von Hauskatzen. Dafür wurden 92 Katzen aus 76 Haushalten mit GPS-Sendern ausgestattet. Zusätzlich installierten die Forscher 47 Fotofallen, um die Bewegungen der Tiere genau zu dokumentieren.
Das Ziel: Herausfinden, wie weit sich Hauskatzen tatsächlich von ihrem Zuhause entfernen.
Das Ergebnis überraschte selbst die Forscher.
Die meisten Katzen bleiben erstaunlich nah am Zuhause
Viele Menschen glauben, Katzen würden große Streifzüge unternehmen und nachts kilometerweit unterwegs sein. Doch die Studie zeigte etwas völlig anderes:
- Im Durchschnitt verbrachten Katzen rund 79 Prozent ihrer Zeit weniger als 50 Meter vom eigenen Zuhause entfernt.
- Nur wenige Tiere entfernten sich mehrere Kilometer weit.
- Besonders aktive Katzen machten den Großteil der längeren Ausflüge aus.
Die meisten Hauskatzen bevorzugen also offenbar die Sicherheit ihrer direkten Umgebung. Ein kurzer Kontrollgang durch den Garten, ein Besuch beim Nachbarn oder ein gemütlicher Platz unter einem Auto reichen vielen Tieren völlig aus.
Für Katzenhalter in Stuttgart bedeutet das: Auch Freigängerkatzen bewegen sich meist in einem relativ kleinen Radius rund um ihr Zuhause.
Warum kastrierte Katzen weniger streunen
Fast alle Katzen in der Studie waren sterilisiert oder kastriert. Genau das beeinflusst das Bewegungsverhalten erheblich.
Nicht kastrierte Tiere haben oft einen deutlich stärkeren Drang, weite Strecken zurückzulegen – insbesondere während der Paarungszeit. Kastrierte Katzen dagegen bleiben meist entspannter und reviertreuer.
Die Tierärzte von „Dr. Andrianaly – die Tierarzt Praxis in Stuttgart“ empfehlen daher die frühzeitige Kastration nicht nur zur Vermeidung unerwünschten Nachwuchses, sondern auch zur Verringerung von Revierkämpfen und Unfallrisiken.
Hauskatzen und die Auswirkungen auf Vögel und Mäuse
Die Forscher weisen außerdem auf ökologische Folgen hin. Da sich viele Katzen in denselben Bereichen aufhalten, entstehen regelrechte „Katzenhotspots“. Für Vögel und kleine Wildtiere können diese Gebiete gefährlich werden.
Auch in Deutschland wird intensiv diskutiert, welchen Einfluss Freigängerkatzen auf die Vogelwelt haben. Schätzungen zufolge fallen hierzulande jährlich bis zu 200 Millionen Vögel Katzen zum Opfer.
Deshalb empfehlen Experten:
- Katzen nachts möglichst im Haus zu behalten
- Glöckchen oder spezielle Schutzhalsbänder zu verwenden
- Freigang gezielt zu kontrollieren
Was bedeutet das für Katzenhalter in Stuttgart?
Die Studie zeigt vor allem eines: Katzen sind oft deutlich häuslicher als gedacht. Trotzdem bleiben Freigänger Risiken ausgesetzt:
- Verkehrsunfälle
- Vergiftungen
- Revierkämpfe
- Parasiten und Infektionen
Regelmäßige Gesundheitschecks sind daher besonders wichtig. Die erfahrenen Tierärzte bei „Dr. Andrianaly – die Tierarzt Praxis in Stuttgart“ beraten Katzenhalter umfassend zu:
- Kastration
- Impfungen
- Parasitenprophylaxe
- Verhalten von Freigängerkatzen
- Mikrochip und Registrierung
Gerade in einer Großstadt wie Stuttgart profitieren Katzen von einer individuellen tierärztlichen Betreuung, um gesund und sicher unterwegs zu sein.
Fazit: Katzen lieben Abenteuer – aber meist nur in der Nachbarschaft
Die norwegische Studie räumt mit vielen Mythen über Freigängerkatzen auf. Statt kilometerweiter Abenteuer bevorzugen die meisten Katzen offenbar ihr vertrautes Umfeld direkt rund ums Zuhause.
Für Katzenhalter bedeutet das vor allem: Wer seine Katze gut kennt, kastrieren lässt und regelmäßig tierärztlich untersuchen lässt, schafft die besten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Katzenleben.
Wenn Sie Fragen zur Gesundheit Ihrer Katze haben oder eine professionelle Beratung wünschen, steht „Dr. Andrianaly – die Tierarzt Praxis in Stuttgart“ Ihnen kompetent zur Seite.
Weiterführende Links:
Neue Studie: Wie weit sich Katzen beim Streunen von Zuhause entfernen (tierchenwelt.de)
oder lesen Sie hier weiter:
Positive Verstärkung statt Strafe: Katzenverhalten effektiv (tierarztstuttgart.de)
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