Allergien bei Hund und Katze richtig erkennen – Ihr Tierarzt Stuttgart - Dr. Andrianaly erklärt Ursachen, Symptome und Behandlung Wenn Haustiere sich ständig kratzen: Allergien erkennen und richtig behandeln

Allergien bei Hund und Katze richtig erkennen – Ihr Tierarzt Stuttgart – Dr. Andrianaly erklärt Ursachen, Symptome und Behandlung

Wenn Haustiere sich ständig kratzen: Allergien erkennen und richtig behandeln

Juckende Haut, gerötete Augen, wiederkehrende Ohrentzündungen oder Verdauungsprobleme – Allergien können auch bei Hunden und Katzen viele unterschiedliche Beschwerden auslösen. Für Tierhalter*innen ist es oft eine Herausforderung herauszufinden, was hinter den Symptomen steckt. Denn die Auslöser reichen von Flohbissen über Futtermittel bis hin zu Pollen, Hausstaubmilben oder bestimmten Materialien im Alltag.

Als erfahrener Tierarzt Stuttgart – Dr. Andrianaly unterstützt Sie dabei, die Ursache für allergische Beschwerden bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze gezielt zu finden und eine passende Therapie einzuleiten. Die richtige Diagnose braucht manchmal Geduld – doch mit einer systematischen Untersuchung lassen sich viele Allergien gut behandeln.

Allergien beim Hund und bei der Katze: Die häufigsten Auslöser

Nicht jede Hautreaktion bedeutet automatisch eine Allergie. Verschiedene Ursachen können ähnliche Symptome verursachen. Deshalb beginnt die tierärztliche Untersuchung meist mit einer sogenannten Ausschlussdiagnose.

Zu den häufigsten Allergieauslösern bei Haustieren gehören:

* Flohspeichelallergie
* Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit
* Umweltallergien durch Pollen
* Hausstaubmilben
* Schimmelpilze
* Kontaktallergien durch Waschmittel, Reiniger oder Materialien

Besonders wichtig: Ein Tier muss nicht dauerhaft Flöhe haben, um allergisch zu reagieren. Schon ein einzelner Flohbiss kann bei empfindlichen Hunden oder Katzen starken Juckreiz auslösen.

Flohspeichelallergie: Häufige Ursache für starken Juckreiz

Die Flohspeichelallergie gehört zu den häufigsten Allergieformen bei Haustieren. Typische Anzeichen sind:

* intensives Kratzen
* Knabbern an der Haut
* kahle Stellen im Fell
* Hautentzündungen
* Unruhe und vermehrtes Lecken

Bei Verdacht behandelt der Tierarzt das Tier zunächst gegen Ektoparasiten. Verbessern sich die Beschwerden dadurch, spricht vieles für einen Flohbefall als Ursache.

Zusätzlich sollten alle Tiere im Haushalt kontrolliert und behandelt werden. Auch die Umgebung spielt eine wichtige Rolle: Decken, Kissen und Textilien sollten möglichst bei 60 Grad gewaschen werden. Die Wohnung sollte gründlich gereinigt werden, da sich Flohstadien in der Umgebung befinden können.

Futtermittelallergie beim Hund und bei der Katze erkennen

Wenn Flöhe als Ursache ausgeschlossen sind, wird häufig geprüft, ob eine Futterallergie oder eine Unverträglichkeit vorliegt.

Eine Futtermittelallergie entsteht meist durch eine Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Eiweiße im Futter. Häufige Symptome sind:

* Juckreiz
* Hautreizungen
* gerötete Haut
* wiederkehrende Ohrenprobleme
* manchmal Erbrechen oder Durchfall

Eine Futtermittelunverträglichkeit zeigt sich dagegen häufiger durch Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Erbrechen.

Die sicherste Diagnose erfolgt über eine Ausschlussdiät. Dabei erhält das Tier über mehrere Wochen ausschließlich eine bisher unbekannte Proteinquelle und eine passende Kohlenhydratquelle. Wichtig ist, dass während dieser Zeit auch keine gewöhnlichen Leckerlis oder Zusatzprodukte gegeben werden.

Auch hypoallergenes Futter kann eine Möglichkeit sein. Dabei werden Eiweiße so stark verändert, dass das Immunsystem sie nicht mehr als Auslöser erkennt.

Umweltallergien: Pollen, Hausstaub und Schimmel als Auslöser

Bleiben Beschwerden trotz Futterumstellung bestehen, kann eine Umweltallergie die Ursache sein.

Typische Allergene sind:

* Gräser- und Blütenpollen
* Hausstaubmilben
* Schimmelpilze

Viele Tiere zeigen saisonale Beschwerden, beispielsweise im Frühjahr oder Sommer während der Pollensaison.

Typische Symptome einer Umweltallergie:

* Kratzen an Pfoten, Gesicht oder Bauch
* wiederkehrende Hautinfektionen
* schuppiges Fell
* Ohrenentzündungen
* Haarausfall
* Schnupfen oder Atemprobleme

Bei Katzen können zusätzlich Entzündungen im Maulbereich auftreten.

Mit speziellen Allergietests kann geprüft werden, auf welche Stoffe das Tier reagiert. Bei starken Beschwerden kann eine Desensibilisierung helfen. Dabei wird das Immunsystem langsam an das Allergen gewöhnt, sodass die Reaktion schwächer ausfällt.

Kontaktallergien bei Haustieren

Manche Tiere reagieren direkt auf bestimmte Materialien oder Stoffe, zum Beispiel:

* Waschmittel
* Bodenreiniger
* Kunststoffnäpfe
* bestimmte Metalle

In solchen Fällen hilft häufig bereits das Entfernen des Auslösers. Empfindliche Tiere können beispielsweise besser mit Näpfen aus Keramik oder geeigneten natürlichen Materialien zurechtkommen.

Auch einfache Maßnahmen können unterstützen:

* Hund nach Spaziergängen in der Pollensaison abwaschen
* regelmäßige Fell- und Hautpflege
* Allergieauslöser im Alltag vermeiden
* Hautveränderungen frühzeitig kontrollieren

Allergischer Schock beim Hund oder bei der Katze: Sofort handeln

Ein allergischer Schock ist ein medizinischer Notfall. Er kann beispielsweise nach einem Insektenstich oder sehr intensivem Kontakt mit einem Allergen auftreten.

Mögliche Warnzeichen sind:

Atemprobleme

* Keuchen
* Atemnot
* schnelle, flache Atmung
* geschwollene Schleimhäute oder Zunge

Kreislaufprobleme

* Schwäche
* Zittern
* schneller Herzschlag
* Kollaps

Hautreaktionen

* Nesselsucht
* starke Schwellungen
* Juckreiz

Verdauungsprobleme

* Erbrechen
* Durchfall
* starker Speichelfluss

Weitere Symptome

* Krämpfe
* Bewusstseinsverlust

Bei solchen Anzeichen sollte das Tier sofort tierärztlich versorgt werden.

Allergien beim Haustier: Frühe Diagnose verbessert die Lebensqualität

Allergien können für Hunde und Katzen sehr belastend sein. Dauerhafter Juckreiz führt nicht nur zu Stress, sondern kann auch Hautverletzungen und Infektionen verursachen.

Der Schlüssel ist eine genaue Beobachtung: Wann treten die Beschwerden auf? Gibt es saisonale Veränderungen? Wurde das Futter gewechselt? Gibt es neue Produkte im Haushalt?

Ihr Tierarzt Stuttgart – Dr. Andrianaly hilft Ihnen dabei, die Ursache Schritt für Schritt einzugrenzen und gemeinsam eine individuelle Behandlung für Ihr Tier zu entwickeln.

Weiterführende Links:

Der schnelle Weg zu Ihrer Antwort (justanswer.de)

oder lesen Sie hier weiter:

Sommerhitze bei Haustieren: So schützen Sie Hund, Katze (tierarztstuttgart.de)

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